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Dienstag, 27. Juni 2017

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Coworking = unabhängiges und vernetztes Arbeiten

deskmag

Über 100,000 Menschen arbeiten heute in Coworking Spaces, mehr als in den Büros bei Apple, Google oder Facebook. Nur dass Coworking Spaces dezentraler arbeiten und ihre Räume an den Wünschen ihrer Mitglieder ausrichten müssen - und nicht umgekehrt. Schließlich zahlen die meisten Nutzer selbst für ihre Arbeitsplätze. Die Heimat vieler kreativer Selbstständiger und Kleinunternehmen unterliegen deshalb stärker dem ständigen Wandel als die meisten Großunternehmen. Mehr Mitglieder führen zu mehr und größeren Coworking Spaces. Doch wie sehen diese Arbeitsräume der Zukunft aus? Zum Start der Coworking Challenge sprachen wir darüber mit einem Innenarchitekten für Coworking Spaces.

Coworking bedeutet unabhängiges und vernetztes Arbeiten. Aber wie vernetzt arbeiten Coworking Spaces selbst untereinander? Wie stehen sie zu einer Vereinigung, in dem sich Spaces zusammenschließen? Kürzlich sprach eine Initiative für einen europäischen Coworking-Verband vor der EU-Kommission. Während des nächsten Coworking Barcamps im Februar 2014 soll ein deutscher Coworking-Verband aus der Taufe gehoben werden. In der vierten Global Coworking Survey wurde gefragt, was Coworking Spaces konkret von diesen Vereinen erwarten kann und auf welcher Ebene sie solche Zusammenschlüsse unterstützen.

Brauchen Coworking Spaces einen Verband?

Die ersten Ergebnisse der vierten weltweiten Coworking Befragung mit Coworking Spaces sind erschienen, die sich lokal bis international in einer Vereinigung zusammen schließen. Dieser Idee stehen seit langem einige Coworking Spaces skeptisch gegenüber. Etwa jeder fünfzehnte Coworking Space weltweit gehört dazu. Bereits vor zwei Jahren lag die Ablehnung auf exakt dem gleichen Niveau. 

Verbände würden auf allen Ebenen unterstützt, lokale Verbände dabei am häufigsten

Anders sieht es bei der Zustimmung aus. Eine Mehrheit der befragten Coworking Spaces würde mehrheitlich Initiativen auf allen Ebenen unterstützen. Lokale Verbände fänden dabei mit knapp 75% einen breiteren Rückhalt als national (rund 70%) oder international (60%) agierende Pendants. 

Wie unterschiedlich sich das Antwortverhalten entwickelt, zeigt sich im Vergleich zu unserer Befragung vor zwei Jahren. Damals mussten sich die Coworking Spaces für eine einzige Ebene entscheiden und legten sich mit einer relativen Mehrheit auf den Mittelweg fest. Nationale Verbände erhielten damals die meiste Unterstützung.

Interessanterweise steigt mit der breiteren Auswahl an Antwortmöglichkeiten nicht die Ablehnung sondern die Unschlüssigkeit. Je höher die Ebene, desto häufiger können sich Coworking Spaces schlicht nicht entscheiden, ob sie solche Initiativen auch national oder weltweit unterstützen würden. Ein Grund dafür liegt im derzeitigen Austauschverhalten. Je seltener sie auf den einzelnen Ebenen untereinander kommunizieren, desto stärker wächst ihre Unschlüssigkeit. 

Weniger überraschend sinkt die Ablehnung gegenüber Vereinigungen mit wachsender Kommunikation. Existiert also eine lebendige Interaktion mit anderen Coworking Spaces auf der lokalen Ebene, so fällt die Ablehnung für eine lokale Vereinigung umso geringer aus. 

Internationaler Austausch nimmt zu, lokaler Austausch am stärksten

Verglichen mit den Antworten vor zwei Jahren änderte sich das Kommunikationsverhalten zwischen den Spaces auf den einzelnen Ebene leicht. Der internationale Austausch nahm etwas zu, während der lokale leicht abnahm. Die stärksten Verbindungen unterhalten Coworking Spaces jedoch weiterhin zu anderen Spaces in ihren Heimatorten und der näheren Umgebung.

Wichtigstes Ziel: Verbesserte Öffentlichkeitsarbeit für Coworking Spaces

Coworking Spaces bieten selbst ein Dach für Mitgliedschaften, ohne dass ihre Mitglieder ihre Unabhängigkeit verlieren. Entscheidend scheint daher eher, welche Vorteile die Gemeinschaften daraus ziehen und welche Ziele sie zusammenhält. In den letzten Jahren entstanden auf dieser Grundlage Vereinigungen in zahlreichen Städten. Häufig geht es dabei vor allem Coworking Spaces einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. 

So veranstalteten Coworking Spaces in Boulder (Colorado, USA) dieses Jahr eine gemeinsame Coworking Week mit einem Grußwort des Bürgermeisters. In Toronto konnten letztes durch eine gemeinsame Initiative Leute mit nur einem CoworkingPass in den verschiedensten Coworking Spaces der Stadt arbeiten und sie besser kennenlernen. Ein ähnliches Projekte fand in Deutschland bereits vor zwei Jahren während des Coworking Summer statt. In Seattle existiert mit dem Space Traveler Program ein dauerhaftes Angebot, mit dem man den passenden Coworking Space für sich finden kann. 

Die Ergebnisse der Coworking Survey belegen, dass eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit über diese Verbände, Kollektive oder Initativen von einer überwältigenden Mehrheit geschätzt wird. Neun von zehn Coworking Spaces, die solche Vereinigungen unterstützen würden, sehen den wichtigsten Sinn ihrer Mitgliedschaft in einer verbesserten Sichtbarkeit von Coworking Spaces. Zwei Drittel aller Coworking Spaces möchten über Vereinigungen die Beziehungen untereinander stärken. 

Noch davor, an zweiter Stelle (71%), steht der Wunsch nach Partnerschaften, deren Vorteile sie an ihre eigenen Mitglieder weitergeben können, beispielsweise vergünstigte Carsharing-Angebote. Im kanadischen Bundesstaat Ontario bietet CoworkingOntario seit August sogar eine Krankenversicherung an, die vielen Mitgliedern von Coworking Spaces als Freelancer zuvor verwehrt blieb oder zu teuer war. Jeder zweite Space wünscht sich zudem Beratungsangebote, z.B. für Fördermittel. 

Während bereits viele lokale und regionale Coworking-Initiativen existieren, gründen sich zunehmend mehr nationale und internationaler Vereinigungen. Schon länger dabei sind das italienische CowoProject, CoworkingCroatia oder CoworkingSlovenia. Im September kam mit CoShare ein nationaler Verband für die USA hinzu.

Auch international geht es voran. Schritte in diese Richtungen unternahm die Initiative für einen europäischen Coworking-Verband, die vor wenigen Tagen vor einem Ausschuss der Europäischen Kommission über die Coworking Bewegung berichtete und für die Aufnahme in das StartupEurope-Programm warb. Die EU würdigt Coworking Spaces mittlerweile als innovative Arbeitsorte.

Die EU-Beaufragte der Digitalen Agenda, Nellie Kroes, meint dazu: "In Europa besitzen wir kein Silicon Valley, wir benötigen es jedoch auch nicht. Stattdessen besitzen wir viele räumliche Cluster reich an kreativen Talenten. (...) Coworking Spaces erbringen ihren eigenen Beitrag zu diesem Ökosystem. Sie erleichtern die Umsetzung von Ideen, in einem sozialen Umfeld und weniger allein. Sie erleichtern das Networking, den Austausch von Ideen, nehmen eine neue Art von Kultur auf und sie unterstützen Start-ups." 

In Deutschland steht ebenfalls die Gründung eines Verbands bevor. Während des nächsten deutschen Coworking Barcamps in Februar, soll ein nationaler Verband aus der Taufe gehoben werden.

Die Global Coworking Survey geht bis Mitte Dezember unter www.coworkingsurvey.com weiter. Die Fragen für die heutigen Ergebnisse nahmen wir offline, damit die Veröffentlichung nicht das Antwortverhalten beeinflusst. Es verbleiben jedoch viele weitere interessante Fragen, deren Ergebnisse wir in den kommenden Tagen und Wochen veröffentlichen.

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