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Samstag, 24. Juni 2017

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Armutsbericht - Die zerklüftete Republik

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Die Armut in Deutschland hat nicht nur ein neuerliches trauriges Rekordhoch erreicht, auch ist Deutschland dabei, regional regelrecht auseinander zu fallen. Zwischen dem Bodensee und Bremerhaven, zwischen dem Ruhrgebiet und dem Schwarzwald ist Deutschland, was seinen Wohlstand und seine Armut anbelangt, mittlerweile ein tief zerklüftetes Land.

Die Armut in der Bundesrepublik Deutschland befindet sich auf einem historischen Höchststand, so der Befund des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in seinem aktuellen Armutsbericht. Der Verband fordert von der Bundesregierung entschlossene Maßnahmen zur Armutsbekämpfung, darunter eine deutliche Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV sowie Reformen des Familienlastenausgleichs und der Altersgrundsicherung.
 

Noch nie war die Armut in Deutschland so hoch und noch nie war die regionale Zerrissenheit so tief wie heute

 

Die wichtigsten Befunde im Überblick

1: Die Armut in Deutschland hat mit einer Armutsquote von 15,5 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht und umfasst rund 12,5 Millionen Menschen.

2: Der Anstieg der Armut ist fast flächendeckend. In 13 der 16 Bundesländer hat die Armut zugenommen. Lediglich Sachsen-Anhalt verzeichnet einen ganz leichten und Brandenburg einen deutlicheren Rückgang. In Sachsen ist die Armutsquote gleich geblieben.

3: Die Länder und Regionen, die bereits in den drei vergangenen Berichten die bedenklichsten Trends zeigten – das Ruhrgebiet, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern – setzen sich ein weiteres Mal negativ ab, indem sie erneut überproportionale Zuwächse aufweisen.

4: Die regionale Zerrissenheit in Deutschland hat sich im Vergleich der letzten Jahre verschärft. Betrug der Abstand zwischen der am wenigsten und der am meisten von Armut betroffenen Region 2006 noch 17,8 Prozentpunkte, sind es 2013 bereits 24,8 Prozentpunkte.

5: Als neue Problemregion könnte sich neben dem Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen auch der Großraum Köln/Düsseldorf entpuppen, in dem mehr als fünf Millionen Menschen leben, und in dem die Armut seit 2006 um 31 Prozent auf mittlerweile deutlich überdurchschnittliche 16,8 Prozent zugenommen hat.

6: Erwerbslose und Alleinerziehende sind die hervorstechenden  Risikogruppen, wenn es um Armut geht. Über 40 Prozent der Alleinerziehenden und fast 60 Prozent der Erwerbslosen in Deutschland sind arm. Und zwar mit einer seit 2006 ansteigenden Tendenz.

7: Die Kinderarmut bleibt in Deutschland weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Armutsquote der Minderjährigen ist von 2012 auf 2013 gleich um 0,7 Prozentpunkte auf 19,2 Prozent gestiegen und bekleidet damit den höchsten Wert seit 2006. Die Hartz-IV-Quote der bis 15-Jährigen ist nach einem stetigem Rückgang seit 2007 in 2014 ebenfalls erstmalig wieder angestiegen und liegt mit 15,5 Prozent nun nach wie vor über dem Wert von 2005, dem Jahr, in dem Hartz IV eingeführt wurde.

8: Bedrohlich zugenommen hat in den letzten Jahren die Altersarmut, insbesondere unter Rentnerinnen und Rentnern. Deren Armutsquote ist mit 15,2 Prozent zwar noch unter dem Durchschnitt, ist jedoch seit 2006 überproportional und zwar viermal so stark gewachsen. Keine andere Bevölkerungsgruppe zeigt eine rasantere Armutsentwicklung.

Link mit Dowload-Möglichkeit PDF Bericht: www.der-paritaetische.de/armutsbericht

 

Beobachten wir die Entwicklung der amerikanischen Verhältnisse, die alle ihre Strömungen weltweit exportiert (oder aufdrängt), sieht man diese Nebenwirkungen: Zerüttete Gesellschaft, Armut + Ungleichheit und Slums seit Jahrzehnten ... Zusammenhänge wie die Aufdrängung von TTIP in Europa sind nur ein weiterer Baustein des alten Denkens, um wirtschafliche Vorteile für sich selbst zu gewinnen, und die Gnadenlosigkeit ihrer Geschäftspraktiken werden charmant und mit einem Lächeln vermittelt. Und so ist diese Entwicklung die logische systhemische Folge auch bei uns...

Das Mosaic des Paradigmawandels entwickelt sich weiter, und ohne Einlenken zur Änderung der rigiden westlichen Systeme sind diese unweigerlich in Auflösung, weil er den Faktor Mensch weiterhin als mathematisches Gleichniss betrachtet, obwohl es offensichtlich ist, dass die Stricke bald reissen... Ohne Einlenken wird es eruptiv... Dabei verstehen es die USA mit eiskalter Strategie ihre Folgen fataler Fehler auf andere Länder zu verschieben, mit einer Mischung von Einschüchterung (Militär- Wirtschaftsmacht, deutsche Abhängigkeit von Führungsnation USA) und einem Geflecht von Devisen- und ökonomischen Taschenspielertricks, immer auf Grundlage internat. Rechts, das sie massgeblich (mit-)gestalten. Da hilft auch nicht das Geschwafel der Medien gegen USA-Kritiker, als wenn es moralisch verwerflich sei, Missstände zu kritisieren. Wenn man weiss, dass Medien Unwahrheiten wiederholen und damit eine öffentliche Meinung zementiert wird, obwohl sie falsch ist, versteht man so manchen Sprechervertreter von Unternehmen und Politik viel besser, wenn sie stoisch Versprechen abgeben und sich niemals schämen.


Die Erkenntnis ist selbst bei weiten Teilen der Fachwelt da, doch die Umsetzung fehlt. Wir kennen z.B. die Entwicklung im Streit um den Klimawandel, die Fraktionen die seit 20 Jahren schon warnen und die Beschwichtiger. Die Ära der Nachhaltigkeits-Konferenzen, die heute sogar von den Schadens-Verursachern selbst veranstaltet werden, wobei das ganze Thema oft nur zerredet wird. In vielen Jahren der Teilnahme an Konferenzen und Events war erkennbar: immer diesselben Experten erzählen sich von der Kanzel herunter Dinge, die alle längst wissen.
Im Verborgenen, im Schatten der Öffentlichkeit sind Verwicklungen und Strategie sichtbar. Schafe und Wölfe vermischen sich und ergeben eine lauwarme Suppe >> man vermischt kaltes und heisses Wasser: die Hitze der Vorreiter erstarrt in der Kälte des Systems...

Dabei wird aber eines übersehen, weil zwar die öffentliche Meinung von Eliten und Medien gebildet wird, aber unsichtbar entwickelt sich ein Mindset in der Mitte der Gesellschaft, der meist ohne Struktur und Vereinszugehörigkeit auskommt und Auswirkungen bei Einzelnen zeigt, indem neue Werte aus Selbsterkenntnis gelebt werden, und nicht mehr von Vorgaben der Wissenschaft, Wirtschaftsführer oder Politik. Gesellschaftliche Strömungen sind vielfältig und dezentral erkennbar und werden (noch immer) belächelt, doch einige Facetten haben die Öffentlichkeit schon erreicht und wachsen als selbstorganisierendes Prinzip weiter = evolutionäres Bewusstsein.

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