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Donnerstag, 29. Juni 2017

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Moringa - eine pflanzliche Apotheke

Moringa

Seit mehreren tausend Jahren kennt die Menschheit den Tropenbaum Moringa oleifera nicht nur als natürliche Nahrungsquelle. Vor geraumer Zeit wurde diese Pflanze wieder entdeckt und zieht wegen ihrer zahlreichen wunderbaren Eigenschaften die Forscher in ihren Bann, hat sie doch das Zeug, zum wichtigsten Gewächs unseres Planeten zu werden! Der Moringa oleifera ist die vitaminreichste Pflanze unserer Erde! Dazu weist dieser Baum eine so enorme Dichte an Proteinen auf, wie keine andere Pflanze.

Es stellte sich dann aber heraus, der Moringa oleifera ist sowohl der asiatischen Heilkunst als auch der ayurvedischen Medizin bereits seit 4000 Jahren bekannt! Sämtliche Teile des Moringa sind essbar und lassen sich effektiv nutzen. Dieser Wunderbaum ist einer der nützlichsten und vielseitigsten unserer Erde, quasi ein “nachwachsender  Grossmarkt“!

ProSieben präsentiert Moringa in der “Green Seven Week” 2013

Dieser schnellwüchsige, mehrjährige Baum aus der Familie der Bennussgewächse erreicht bereits im ersten Lebensjahr eine Höhe von 5 bis 8 m. Der Stamm wird dabei zwischen 25 und 40 cm dick und kann sich unter bestimmten Kulturbedingungen flaschenförmig ausbreiten.

Vorkommen

Beheimatet ist der Meerrettichbaum in Indien und vermutlich Afrika. Er wird jedoch in vielen anderen Regionen angebaut, wie zum Beispiel im tropischen Teil von Amerika, Sri Lanka, Indien, Mexiko und den Philippinischen Inseln. Er gedeiht in heißen, semiariden Klimazonen mit Niederschlagsmengen zwischen 250 und 1500 mm pro Jahr. Aber auch in Zonen mit höherer Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsmengen von bis zu 3000 mm pro Jahr kann er wachsen (wenn auch langsamer).

Geschichte

Während der Kolonialzeit wurde der Meerrettichbaum von den Engländern als Meerrettichersatz entdeckt. Indien ist mit einer jährlichen Produktion von bis zu 1,3 Millionen Tonnen Früchten auf einer Anbaufläche von 380 km² der größte Produzent von Moringa-Erzeugnissen.

Drogen und Inhaltsstoffe

Die Blätter sind äußerst reich an Vitaminen (A, B und C) und Mineralien (Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor, Eisen).

Im Vergleich von jeweils 100 g besitzt der Meerrettichbaum: etwa

3,5-mal so viel Vitamin A wie Karotten,

7,3-mal so viel Vitamin C wie Orangen,

3,6-mal so viel Kalzium wie Kuhmilch (bei doppeltem Proteingehalt) und ungefähr

3-mal so viel so viel Kalium wie Bananen.

Deshalb sind die Meerrettichbaumblätter in Indien, Sri Lanka und den Philippinen das am weitesten verbreitete Gemüse. Für den meerrettichartigen Geschmack und den stechenden Geruch sind Senfölglykoside, aus denen sich bei Bearbeitung stechend scharfes Benzylsenföl entwickelt, zuständig. Sie befinden sich hauptsächlich in den Wurzeln. In der Wurzelrinde sind außerdem giftige Alkaloide (Spirochin, Moringin, Moringinin) enthalten. Moringinin wirkt als Herzstimulanz und erhöht den Blutdruck. Es wurde ferner ein Stoff namens Pterygospermin extrahiert, der bakterizid und fungizid wirkt. Nicotinsäure kommt im Saft vor.

Eigenschaften und Wirkungen

Auf Grund des hohen natürlichen Salzgehaltes muss Moringa-Gemüse nicht gesalzen werden. Die Nicotinsäure im Saft wird zum Stabilisieren des Blutdrucks verwendet. Die Blätter wirken entzündungshemmend und mit den Wurzeln sollen rheumatische Beschwerden kuriert werden können. Studien haben gezeigt, dass einige Inhaltsstoffe der Pflanze ein krebsvorbeugendes Potential besitzen.

Verwendung

Alle Pflanzenteile des Meerrettichbaums werden in der lokalen, traditionellen Medizin Indiens, Sri Lankas, Javas und Afrikas eingesetzt. Die getrockneten, geschälten Samen werden pulverisiert und zur Aufbereitung von Trinkwasser eingesetzt. Das Pulver bindet die Schwebstoffe im Wasser, an die auch Bakterien heften und flockt aus. Ein Fass Flusswasser kann mit 200 bis 300 mg des Pulvers völlig geklärt werden, wenn dieses 15-20 Minuten langsam und gleichmäßig gerührt wird. Es kann nach eingehenden Untersuchungen ausgeschlossen werden, dass das Samenpulver eine schädliche Wirkung auf Menschen und Fische hat. Das aus den Samen gepresste Öl ist äußerst stabil und sehr lange haltbar ohne ranzig zu werden. Deshalb wurde es früher zur Herstellung von Salben und Schmierölen für Uhrwerke eingesetzt. Das Behenöl kann auch zum Feuern oder als Biodiesel genutzt werden. Der frische Presssaft kann als flüssiger Blattdünger verwendet werden. Derzeit wird die Tauglichkeit der Wurzelrindenalkaloide Spirochin und Moringin als Antibiotikum und biologischem Pflanzenschutz untersucht. Nach HARTWELL werden die Blüten, Stämme und Wurzeln in der Volksmedizin gegen Tumore eingesetzt. Ein Wurzeldekokt wird in Nicaragua gegen Wassersucht eingesetzt. Zwar könnte das Öl oral verabreicht schädlich sein, dennoch wird es gegen Hautkrankheiten äußerlich angewendet.

Zubereitung

Die Blätter und Früchte können als Gemüse verzehrt werden. Die unreifen, dunkelgrünen Früchte werden wie grüne Bohne zubereitet. Ältere Früchte müssen von der holzigen Hülle befreit werden und können dann in Gewürzmischungen eingesetzt werden. Presssaft aus den Blättern dient in Indien und Asien als Getränkezusatz gegen Mangelernährung. In Thailand erntet man die jungen Zweige, blanchiert sie und serviert sie mit einem würzigen Dipp oder in einer Suppe. Die rübenartigen Wurzeln junger Pflanzen können ebenfalls gegessen werden. Vorher müssen sie jedoch von der giftigen Wurzelrinde befreit werden.

Kultivierung

Seit Jahrzehnten wird der Baum in Indien intensiv kultiviert. Er bevorzugt durchlässige, lehmige Sandböden, kann aber auch auf schweren Lehmböden wachsen. Kurze und leichte Fröste machen der Pflanze nichts aus. Wenn diese jedoch länger anhalten, kann das Wurzelsystem beschädigt werden. Staunässe (selbst kurzweilige) verkraften die Wurzeln auch nicht. Die Vermehrung kann einfach durch 1 bis 2 m lange Stecklinge von Juni bis August erfolgen. Normalerweise trägt der Meerrettichbaum erst im zweiten Jahr Früchte. In manchen Fällen kann er aber schon ungefähr 7 Monate nach dem Pflanzen Kapseln bilden. In Indien fruchtet der Baum zwischen März und April und nochmals zwischen September und Oktober.

www.moringaoleifera.de

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