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Montag, 20. November 2017

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Zeit der Corporate Monkeys

Der Mitarbeiter der Zukunft ist ein Hybrid aus Teamplayer und Einzelkämpfer. Die Zeichen der Zeit stehen auf mehr Freiheit für die Mitarbeiter. Doch wie viel Freiheit verträgt der Corporate Monkey, der ihn führt? Die Art, wie wir zusammenarbeiten, ist radikal im Wandel. Flachere Hierarchien, viel Selbstbestimmung, hohe Eigenverantwortung. Die Mitarbeiter der Zukunft wollen und dürfen mitgestalten. Sie organisieren sich als Communities – hoch flexibel, ergebnisorientiert und nicht immer ausrechenbar. Mit Daimler geht nun ein Schwergewicht der deutschen Wirtschaft einen entscheidenden Schritt in diese Richtung: Der Vorstandsvorsitzende in Jeans und Turnschuhen, Dieter Zetsche, hat gerade eine grundlegende Veränderung der Unternehmenskultur bei Daimler eingeläutet. Wenn die Führung eines Unternehmens auf dieser Baustelle den Anschluss verpasst, ist das Fundament für den zukünftigen Erfolg fraglich. Mehr...

Die Superfood Avocado

Welches Lieblingsessen hat die Gegenwart? Darauf gibt es natürlich mehrere Antworten. Eine lautet: Es ist die Avocado. Das liegt zunächst daran, dass die Avocado nicht vom Tier stammt. Die Avocado gilt, ein Hauptgrund für ihren Erfolg, als unfassbar gesund. Ein Superfood wie Chiasamen, Quinoa, Goji- und Acai-Beeren. Die Avocado ist in der Lage, die Problemzutaten Butter und Eier zu ersetzen. Es gibt jetzt Kochbücher mit Titeln wie Meine Rezepte für eine bessere Welt und Backrezepte. 2010 wurden 28.000 Tonnen Avocado nach Deutschland eingeführt, 2015 waren es 45.000 Tonnen. Vor allem wird mit dem Begriff Superfood ein Gefühl verkauft: das Gefühl, diese Nahrungsmittel brächten von irgendwoher weit weg die Ursprünglichkeit in die westliche Industriegesellschaft zurück, die Natürlichkeit. Und ein Avocadobaum stört sich an Steinen im Boden, wie die Prinzessin sich an der Erbse stört. Dass überhaupt so viele Avocados nach Europa exportiert werden, ist nur möglich, weil in der südafrikanischen Landwirtschaft unter sehr ungleichen Bedingungen produziert wird. Ein Kilogramm Tomaten kommt im globalen Durchschnitt mit etwa 180 Litern Wasser aus, ein Kilogramm Salat mit etwa 130 Litern. Avocados verbrauchen 1.000 Liter Wasser für zweieinhalb Avocados! Rezepte Superfood, hier. - ZEIT online. Mehr...

Crowdfunding mit Smudo + Konstantin Wecker

Das Münchner Startup manaomea hat eine Technologie aus der Luft‐ und Raumfahrt so  abgewandelt, dass aus Naturfasern und aus alten Klamotten Upcycling-Produkte designed werden können. So formbar wie Plastik, so natürlich wie Jute. Das erste Produkt sind Designer‐Bleistifte, die Geschichten  erzählen. Dafür will manaomea in Uganda gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine Produktionsanlage  aufbauen. Doch das ist der zweite Schritt, und wie das immer so ist muss manaomea zunächst mal den ersten gehen: ihre eigene Produktionsanlage in Deutschland bauen und Stifte in Serie  produzieren. Um sich den Bau dieser Anlage zu finanzieren, haben sie jetzt eine CrowdfundingKampagne gestartet. Als Dankeschön kann man sich Stifte aus seinem eigenen Kleidungsstück  fertigen lassen. Oder auch aus einem T‐Shirt von Smudo von den Fantastischen Vier. >> www.startnext.com/manaomea

Netzkongress München: Google, Facebook, Panama, Kulturkampf

Nicht nur die Frage, ob Google alle beherrscht, beschäftigt die digitale Szene auf dem Zündfunk-Netzkongress in München, sondern auch der Kulturkampf im Land. Der wohl größte Kritiker des Silicon Valley Kapitalismus hat seinen Zuhörern keine guten Nachrichten mitgebracht: "Die Wirtschaft ist dabei, zu kollabieren." Evgeny Morozov sieht also ein neues Zeitalter des Feudalismus durch die digitale Revolution anbrechen, in dem Staaten ihre Infrastruktur an Datenkonzerne verscheuern. Hossein Derakshan, der bekannteste iranische Blogger, kritisiert in seiner Rede das Konzept des Streams, in dem Facebook Inhalte für seine Nutzer priorisiert: Die Algorithmen seien so geschrieben, das Informationen den Menschen nur nach Popularität und Neuheit präsentiert würden statt nach Relevanz. "In diesen Konkons wird alles verstärkt, woran Sie glauben." Das hat enormen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und ist damit eindeutig gelenkte Meinungsmache. Und: "Meinungen von Minderheiten werden zerquetscht." Beitrag zu Panama Papers der SZ: Es ist allerdings trotz positiver Betrachtung nicht ganz zu verstehen, warum sich angehende Investigativ-Journalisten ziemlich unkritisch gegenüber Unstimmigkeiten im eigenen Haus oder offensichtlicher direkter oder meist indirekter Verbindungen von Mitgliedern westlicher Regierungen und verdeckter privater Vorteilsnahme verhalten. Eine gewisse Einseitigkeit ist deutlich sichtbar, zumal die Wirkung der Panama Offenlegung offenbar verpufft ist. Mehr...

Lobbyfirma für europäische Verpackungsindustrie enttarnt

Ein Blick in das EU lobby transparency register entry of the consultancy Eamonn Bates Europe Public Affairs (EBEPA), zeigt Eamonn Bates nicht nur als Lobbyvertreter für Clean Europe Network und Pack2Go Europe, sondern ebenfalls für Serving Europe. Sie alle werben mit Nachhaltigkeit und Änderung des Konsumverhaltens! Kopf des Unternehmens in Brüssel ist Eamonn Bates, ein Veteran in Brüssel für Lobbyismus, er ist auch Vorsitzender bei Pack2Go, eine Gruppe von Unternehmen für die Herstellung von Kunststoff-Flaschen, Einwegbecher und andere Verpackungen für McDonalds, Starbucks, Burger King. Die Clean Europe Network fördert die Idee, dass die Sensibilisierung der Verbraucher der beste Weg sei, den Abfall zu bewältigen. Eine flämischer NGO wirft der Clean Europe Network vor, die Interessen der Verpackungsindustrie zu vertreten, unter anderem eine Verzögerungstaktik gegen wirksame Maßnahmen zur Verwendung von Einweggeschirr. "Es ist, als ob der CEO von ExxonMobil zugleich Vorsitzender des International Panel on Climate Change würde. >> Corporate Europe Observatory

Fehlende Mitarbeiter-Chancengleichheit führt zu Vertrauensverlust

Großes Misstrauen unter den Beschäftigten weltweit: Über die Hälfte vertraut weder Firma noch Vorgesetzten. Das ergab eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) unter knapp 10.000 Beschäftigten in 8 ausgewählten großen Ländern1, davon 1.226 in Deutschland. Demnach sind die Beschäftigten in Deutschland sogar skeptischer als im globalen Vergleich: Nur 44 Prozent vertrauen hierzulande ihrem Unternehmen (global 46%) und nur 47 Prozent vertrauen ihren Vorgesetzten (global 49%). Lediglich bei den eigenen Kollegen ist es umgekehrt. Eine Mehrheit von 51 Prozent in Deutschland vertraut den Kollegen im Team (global 49%). Gründe für fehlendes Vertrauen: Unfaire Bezahlung und fehlende Chancengleichheit. Konsequenz: Die Reaktion der Mitarbeiter mit geringem Vertrauen fällt entsprechend aus: 42 Prozent denken an einen Jobwechsel, 30 Prozent machen “Dienst nach Vorschrift” und arbeiten nur ihr Minimalpensum ab, 28 Prozent geben zu, weniger engagiert und produktiv zu sein. Für ein Viertel der Beschäftigten wird Qualität zur Nebensache und knapp ein Viertel spricht negativ über das Unternehmen gegenüber Kollegen oder Bewerbern. Studie Global Generations 3.0 von Ernst & Young PDF-Download.

Kardinalfehler durch Lobbyarbeit von Staat und VW

Staat und Teile der Wirtschaft stellen ihre deutschen Konsumenten und Mitarbeiter hinten an. Der Autokonzern VW wird in einem Vergleich rund 1,1 Milliarden Euro als Entschädigung an US-Händler zahlen. Bei zahlreichen weiteren Zivilklagen Tausender betroffener Dieselbesitzer, von US-Behörden und Staatsanwälten hatte VW sich zum Rückkauf und die Reparatur von etwa 475.000 Autos bereiterklärt. Die Vorsitzende des Ausschusses für Verbraucherschutz im Bundestag, Renate Künast (Grüne), wollte wissen, was die Regierung tut, damit deutsche Kunden entschädigt werden. Das Justizministerium (Heiko Maas, SPD) formulierte eine Antwort, die mit dem Satz endete: "Die Bundesregierung verfolgt insgesamt das Ziel, dass die Rechte der betroffenen (deutschen) Kunden uneingeschränkt gewährt werden." Dieser Passus wurde klammheimlich gestrichen. Solches Verhalten von VW selbst und der Regierung untergräbt die Glaubwürdigkeit massiv und ist bei ähnlichen Fällen immer wieder Anlass einer Schlussfolgerung, dass dadurch ein Vertrauensverlust ensteht, der die demokratischen Prinzipien aushöhlt. Ein weiterer Skandal? Bundesinstitut für Risikobewertung Zusammenfassend betrachtet hinterlässt dieser Fall einen desaströsen Eindruck bei dem Teil der Gesellschaft, der nicht zu den Begünstigten im weitesten Sinne gehört: Wir leben in einer Lobbykratie, die im unsichtbaren Kern von einer Friend- & Family-Politik getragen ist. Mehr...

Jean Ziegler und (R)evolution

Jean Ziegler ist Vizepräsident im Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrats. Er gilt als einer der bekanntesten Globalisierungskritiker. Wegen massiver Kritik an westlicher Politik, Wirtschaft und Finanzwesen wurde er in fünf Ländern verklagt. „Diese Prozesse waren Momente des Kampfes, und dieser Kampf wird fortgeführt,“ sagt Ziegler heute. Eine ganze Reihe derer, die ihn angeklagt hatten, Bankiers und millionenschwere Wirtschaftsanwälte, wurden nun wegen Betrugs selbst verurteilt. Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind – und das auf einem Planeten, auf dem zum ersten Mal in der Geschichte der objektive Mangel überwunden ist, unser Planet wird mit Nahrung überflutet. Heute ist Jean Ziegler Vizepräsident im Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrats. Unser Identitätsbewusstsein, das heißt das Bewusstsein, uns mit anderen Schicksalen zu identifizieren, wurde von neoliberalen Wahnideen – verbreitet von Schulen, Regierungssprechern und Medien – entfremdet. I saw many humans on whom there were no clothes. I saw many clothes in which there were no humans. ~ Rumi. Die (R)Evolution wird kommen. Mehr...

Unser Schulsystem ist Mist!

Sind unsere Schulen noch Bildungseinrichtungen? Harald Lesch mit einem kritischen Blick auf das deutsche Schulsystem im ZDF in der Sendung TerraX. Das Bildungswesen bei uns ist in 20 Jahren nur kosmetisch verändert worden, und es geht hier nicht mehr nur um politisches, kulturelles Versagen oder schleppende demokratische Prozesse. Die Kultusminister aller Länder sind bestens im Bilde über alle erfolgreichen Modelle, vor allem aus Finnland. Siehe auch Gerald Hüther – Harte Kritik am Schulsystem Die Unzufriedenheit mit bestehenden Bildungssystemen steigt. Notdürftige Reformen, etwa aufgrund der PISA-Ergebnisse, verfehlen ihr eigentliches Ziel, denn allzu häufig basieren sie auf rein politischen und kommerziellen Interessen. Das vermeintliche Erfolgsrezept dieser Tage: Assessment. Der Standardisierungsdruck fordert jedoch seinen Tribut. Stress- und Depressionserkrankungen unter Schülern nehmen zu, während Kreativität und freies Denken auf der Strecke bleiben. Als intelligent gilt nur, wer innerhalb des Systems glänzen kann. Andere Begabungen und Interessen sind da unwichtig - das hat gefährliche Konsequenzen. Denn was bleibt, ist eine homogene Gesellschaft, deren Mitglieder ihr wahres Potenzial nicht ausschöpfen können: "Ein Bildungssystem das auf Standardisierung und Gleichheit basiert, unterdrückt Individualität, Vorstellungsvermögen und Kreativität und man muss sich nicht wundern, wenn es genau das bei den Schülern anrichtet." > Videobeitrag

Unilever kauft Öko-Waschmittelfirma

Der niederländische Lebensmittel- und Kosmetikriese Unilever kauft die US-Ököfirma Seventh Generation. Schon vor Jahren ist das erfolgreiche Öko-Unternehmen Ben & Jerry's mit Bioeis eingekauft worden. Langnese, Knorr und 100 andere Brands gehören zu den Kernmarken des Konzerns. Der Zukauf solle Unilever helfen, die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertig und zugleich ethischen Produkten zu befriedigen, erklärte der Chef der Unilever-Haushaltssparte. Seventh Generation vertreibt pflanzliche Waschmittel, Recycling-Taschentücher und Baby-Produkte aus Kokosnussöl. Und wer jetzt glaubt das ist eine gute Nachricht, sollte die zwei Seiten der Medaille ansehen: Bessere Produkte im Umlauf ist gut für Natur + Mensch. Doch die Werte sind verkauft und drohen als Marketinginstrument eine neue Art von Kontrolle des sogenannten nachhaltigen Konsums... Eine fragwürdige Rolle spielen Agenturen und Siegel- bzw. Label Unternehmen wie B Corporation oder Sustainable Brands, die verdächtig viel Grossunternehmen mit Marketing begleiten. The Seventh Generation Inc. Mehr...

Warum uns Hillary Clinton interessiert?

Satiriker der nicht komisch wirkt: "Weil wir eine Filiale der USA sind." Frau Clinton ist nach Jahrzehnten in der Weltöffentlichkeit erstaunlich undurchsichtig. Ihr grösstes Problem im Wahlkampf ist: Wofür steht sie? “Es mag Sie schockieren, aber Hillary Clinton ist völlig rechtschaffen” - tagesanzeiger.ch - Meinung oder Fakten? Kollegen, Angestellte, Gegner, haben eine völlig andere Meinung von ihr als die Wähler: Sie schildern Clinton als brillante Frau mit Humor – und als extrem verlässlich. Ihr Ruf ist umso korrupter, je ferner man ihr ist. Aus der Nähe gibt es kaum Klatsch. Und keine einzige Enthüllungsstory, oder doch? The Empire Files: Abby Martin entlarvt Hillary Clinton? Es gibt weitere Fakten zu Hillary und Bill Clinton: The Clintons are not the Waltons! Archive of Financial Improprieties = Archiv der Clinton-Finanz-Unschicklichkeiten

Deutsche Bank: Neustart der Weltwirtschaft

Der einzige Weg die Finanzwirtschaft wieder aus der Krise zu bewegen gelingt nur durch Massnahmen eines kontrollierten Absturzes der Börsen? The only way to fix the economy might be for the stock market to collapse! Die Deutsche Bank informiert darüber und wie es scheint nur im englischen Sprachraum. Aber kurz gesagt, auch auf die Gefahr hin dass viele diese Meldung nicht Ernst nehmen oder als Panikmache sehen: Die Finanzmärkte sind bereits lange Zeit vor der grossen Krise 2008 instabil gewesen und konnten immer wieder aufgefangen werden. Jeder der die globalen Entwicklungen beobachtet kann erkennen, dass es kein Ende der Krise geben wird. Und die Lage ist weit labiler als die meisten Menschen sich das vorstellen können. Die Logik des Systems erlaubt keine notwendigen Veränderungen - auch auf die Gefahr hin, alles mit sich in den Abgrund zu reissen. In diesem Zusammenhang ist die Schlußfolgerung der Deutschen Bank zu sehen, ein Zusammenbruch und Reset nach dem Muster eines Flugzeugs: jede Landung ist ein kontrollierter Absturz. Studie der Deutschen Bank im Business Insider International Mehr...

HalbZEITwissen

Osteopathie: In guten Händen? Viele Eltern lassen ihre Säuglinge von Osteopathen behandeln – im Glauben, ihnen etwas Gutes zu tun. Im schlimmsten Fall setzen sie dabei die Gesundheit ihrer Kinder aufs Spiel. Auffällig wie die ZEIT wiederholt pseudowissenschaftlich angebliche Pseudo-Wissenschaft beurteilt. Z.B. tauchen jährlich ca. 2-4 Reports über Homöopathie auf, die immer gleich beurteilt werden: wissenschaftlich nicht haltbar. Und zwar wie hier über Osteopathie meist nur dann, wenn die Menschen "in Scharen" diese Angebote ähnlicher erfolgreicher Art in Anspruch nehmen. Mit der ZEIT in guten Händen? Wer heilt hat Recht. Wissenschaftlich oder nicht, warum auf Beweisführung der Wissenschaft warten? Warum werden häufige Kunstfehler, zweifelhafte Wirkungen und Nebenwirkungen der tradiotionellen- und Gerätemedizin nicht als unhaltbar, als die Gesundheit aufs Spiel setzen gewertet? Ist das Halbwissen der ZEIT als suggerierte Wissenschaft dargestellt legitim? Mehr...

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