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Mittwoch, 18. Oktober 2017

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Otto Moralverbraucher

otto moralverbraucher

Nach ethischen Kriterien einkaufen und die Wirtschaft damit gerechter oder grüner gestalten - für diese Idee begeistert sich bereits jeder Fünfte. In nur zwei Jahren stieg die Zahl derer, die nach ethischen Massstäben einkaufen wollen, um fast ein Drittel. Doch was können wir tatsächlich mit dem Einkaufswagen erreichen, ausser dass wir uns ein gutes Gewissen erkaufen? Dieses Buch zieht die kritische Bilanz einer weltumspannenden Idee und zeigt: Der moralisch korrekte Konsum ist ein erster Schritt zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, mehr jedoch leider nicht. Die entscheidenden Stellschrauben für ein besseres Wirtschaftssystem liegen woanders.

Intellektuell alles richtig

Ja wir brauchen auch eine politische Weichenstellung. Aber in einem politisch unterwanderten Demokratiesystem, das sich durch offenen und versteckten Lobbyismus auszeichnet sowie einer Elite-Gesellschaft, die sich im Kreis dreht und im alten Denken verhaftet scheint, in dieser Situation ist ein kontrollierter bzw. steuerbarer Wandel schwer vorstellbar.

Ein richtiger Ansatz ist in diesem Werk  tatsächlich zu erkennen, was die falschen Bedürfnisse nach Konsumgütern betrifft – wie es Philosoph Herbert Marcuse definierte – und es die „tieferen, authentischeren Wünsche“ zu entdecken gilt, dies wird hier leider nur überflogen und ist der eigentliche Kern jeder Veränderung.

Welche Methoden und Möglichkeiten es schon gibt aber in ihrem Wert noch nicht in nennenswerter Grösse Anwendung finden, kann auch nur angerissen werden.

Die Gewichtung liegt auch in diesem vorliegenden Werk im alten Denken, dass nur politische Weichenstellungen den Wandel herbeiführen können. Die Wurzel der Probleme liegen aber viel tiefer, tatsächlich müsste die politische Klasse vor allem die Bereitschaft haben, die Macht und ihre Allmachtsphantasien abzulegen und nur die Vorausetzungen zu erarbeiten, um eine äussere Struktur zu schaffen, die erst einen Wandel auf breiter Ebene möglich machen kann. Dies erfordert dann die Überlassung der weiteren Entwlcklung unter Beteiligung von Experten und Fachleuten den Bürgern, die auf augenhöhe miteinander wirken können.

Das gilt für eine echte demokratischen Beteiligung einer Gesellschaft, in allen Bereiche des öffentliche Lebens, angefangen bei Kinder und Bildung bis hin zu Bauverordnungen nach den "wahren Bedürfnissen" des Menschen, und nicht einer sogenannten "effektiven Wirtschaftsdenke".

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Autoreninformationen

Caspar Dohmen (Jg. 1967) ist Wirtschaftsjournalist. Nach seinem Studium der Medizin und Volkswirtschaftslehre schrieb er zunächst im Handelsblatt, heute ist er Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung sowie Kommentator und Autor im Deutschlandfunk, WDR und Deutschlandradio. Dohmen lebt in Berlin und Köln.

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