Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft

Deutsche Hypo

Deutsche HypoNachhaltigkeit ist ein Megatrend. Megatrends sind gesellschaftliche oder ökonomische Trends, die das Leben und Wirtschaften in Zukunft wesentlich beeinflussen werden. Nachhaltigkeit, neue Technologien und die sich wandelnde Arbeitsweise wird, so die Studie, den Immobilienlebenszyklus fundamental verkürzen und eine enorme Nachfrage im Bereich Modernisierung / Sanierung  auslösen.  Dazu kommt, dass durch die Gesetzgeber z. B. in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, neue Vorschriften erlassen werden, die das Thema zusätzlich treiben.

Nachhaltigkeitsziele bei Immobilienunternehmen
Ausgehend von dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex und dem Konzept der Corporate Responsibility kann nachhaltiges Wirtschaften auch als Unternehmensziel für die Unternehmen der Immobilienwirtschaft abgeleitet werden. Bau und die Nutzung von Green Buildings bilden dabei einen (aber nicht den einzigen) Baustein für nachhaltiges Wirtschaften. Als grüne oder nachhaltige Immobilien werden Gebäude bezeichnet, die sich durch eine Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material auszeichnen und somit ihre schädliche Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt reduziert ist. Für diese Gebäude hat sich in der Umgangssprache
der englische Terminus „Green Buildings“ durchgesetzt.

Unter die ökologischen Aspekte eines Green Buildings fallen Maßnahmen wie:
•  ökologische Standortfindung hinsichtlich
Verkehrserschließung, Infrastruktur und Landschaftsschutz,
•  die Verwendung regionaler Baustoffe, optimale Wärmedämmung sowie die Nutzung regenerativer Energien,
•  Minimierung des Flächenverbrauchs,
•  Reduzierung des Wasserverbrauchs,
•  Meidung baubiologisch oder toxisch bedenklicher Baustoffe sowie
•  soweit möglich Schaffung geschlossener Stoff- und Energiekreisläufe.

Die ökologische Dimension erstreckt sich auf den sorgsamen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie der Erhaltung dieser für die kommenden Generationen.

Ökonomisch zeichnen sich Green Buildings durch die Gesamtwirtschaftlichkeit aus. Dazu gehören Faktoren wie
•  Optimierung der Bau- und Baunutzungskosten,
•  Optimierung der Zeitpunkte für Investitionen, Erneuerungs- und Wartungszyklen und
•  Schutz von Vermögen z. B. gegen Hochwasser.

Die soziale Dimension beinhaltet die soziokulturellen Aspekte eines Gebäudes wie z. B.
•  die städte- oder landschaftsräumliche Integration,
•  denkmalpflegerische und baukulturelle Aspekte,
•  funktionale Aspekte wie Zugangsmöglichkeiten und Barrierefreiheit, Behaglichkeit und Komfort,
•  Gebäudefunktionalität im Allgemeinen und Anpassungsfähigkeit an andere Nutzungen und
•  Schutz und Förderung öffentlicher Güter.

Die soziale Dimension erstreckt sich vor allem auf die in der Immobilie arbeitenden Personen und ihr direktes Arbeitsumfeld.

Deutsche Hypo präsentiert aktuelle Studie zur Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft

Die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen wird die Wettbewerbsfähigkeit der Immobilienwirtschaft zukünftig stärker beeinflussen als andere Wirtschaftszweige. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Deutsche Hypothekenbank heute mit dem Titel ‚Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft‘ veröffentlicht hat. „Die Studie gibt einen grundlegenden Überblick über ein Thema, das sich von einem Trend immer stärker zu einer festen Größe in der Unternehmenssteuerung entwickelt“, erklärt Andreas Pohl, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo. Dabei biete speziell die Immobilienwirtschaft „enorme Potenziale zur Optimierung nachhaltigen Wirtschaftens.“ Es bedürfe allerdings der Bereitschaft zu investieren und eines langen Atems.

Die Studie der Deutschen Hypo zeigt auf, dass Nachhaltigkeit die Modernisierung und Sanierung von Immobilien signifikant ankurbeln wird. Kritisch wird angemerkt, dass für die sogenannten Green Buildings derzeit verschiedene Zertifikate auf dem Markt sind, deren Vergleichbarkeit nur teilweise gegeben ist. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, einen Standard zu schaffen, der sich schnell länderübergreifend etabliert und als internationales Gütesiegel anerkannt wird.

Green Buildings sind allerdings nur ein Aspekt: Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich die Immobilienwirtschaft insgesamt weiterhin intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen muss. Transparenz und Kontinuität, insbesondere bei Kosten und Nutzen, sind dabei Voraussetzung: Nur wenn offen kommuniziert wird, können Rückschlüsse auf die Ernsthaftigkeit eines Nachhaltigkeitsmanagements gezogen und im Zeitverlauf Fortschritte erkannt werden.

Die vollständige Studie finden Sie > hier.

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Nachhaltigkeit + die Entdeckung Trojanischer Pferde…

Populäre Projektionen dessen, wie eine Bewusstseinsveränderung aussehen wird, sind in den meisten Fällen nur eine Neugestaltung der „alten Denkschablonen „. Eine größere, bessere Box, in der das Paradigma aufgewertet wird, das die Bedingungen verbessert, unter denen wir unsere Sucht auf eine „grüne“ Art und Weise genießen können.

So wichtig wie das ökologische Bewusstsein ist, es ist nicht genug. Das neue Paradigma kann nicht aus der intellektuellen Abstraktion einer dualistischen Interpretation einer „besseren Welt“ verwirklicht werden, die auf der Infrastruktur der existierenden Varianten-Matrix aufbaut, die dieses Paradigma erzeugt.

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