re:publica Berlin 2026. Digitale Souveränität, Demokratie unter Druck, KI zwischen Risiko und Gestaltung, neue Öffentlichkeiten sowie die Frage, wie digitale Systeme unser Denken und Fühlen prägen. Die Opening Keynote hielt Bestseller-Autorin Karen Hao. Außerdem mit dabei sind u.a. die Investigativjournalistin Carole Cadwalladr, Transformationsforscherin Maja Göpel, Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, Moderator und Mediziner Eckart von Hirschhausen sowie als Sondergast des WDR Europaforums Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel. Die STATION Berlin ist Veranstaltungsort eines Treffens, bei dem sich Blogger:innen, Netzaktivist:innen, Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über Entwicklungen und Fragestellungen der digitalen Gesellschaft wie schon im letzten Jahr 2025 fast identisch austauschten. Aus einem ursprünglich kleinen Treffen der Blogszene hat sich eine umfangreiche Konferenz entwickelt, die Digitalisierung in technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen behandelt. Thematische Schwerpunkte reichen von Netzpolitik und digitaler Bildung bis hin zu Kunst und Kultur. Die re:publica 2026 steht unter dem Motto „Never gonna give you up“ und thematisiert Aspekte wie Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und den Umgang mit digitalen Technologien. Die Konferenz bringt Akteur:innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, darunter Technik, Politik, Kunst und Wirtschaft. Inhalte und Struktur der Veranstaltung: Gesellschaftliche Themen – Diskussionen zu Bereichen wie KI-Ethik, digitaler Demokratie, Nachhaltigkeit und Medienentwicklung. Wiederkehrende Kritikpunkte: Trotz europäischer Ausrichtung Bedeutungsverluste, vor allem Deutschland hat kaum Erfolge zu verzeichnen, Politischer Aktivismus statt Digitalpolitik, Homogene „Filterblase“ = Selbsbeweihräucherung, Kontroverse Vorschriften wie Kleiderordnung + Symbolverbote, Elitäres Branchen-Treffen für Insider only durch hohe Teilnahmehürden und -preise. Kritiker bemängeln häufig, dass die Konferenz eine homogene, linksliberale „Netzblase“ widerspiegelt. Was als Bloggertreffen begann, hat sich zu einer riesigen Messe entwickelt. Der ursprüngliche netzaktivistische Geist weiche zunehmend den Interessen von Sponsoren, Konzernen und Landesregierungen, die die Plattform zur Selbstdarstellung nutzen. Last but not least, hei Hunderten von Panels wird vielen Diskussionen mangelnde Tiefe vorgeworfen und es bleibe oft bei banalen, wiederholenden moralischen Appellen. www.re-publica.com/de/schedule
Ist die re:publica Europas wichtigste Konferenz für Internet und Gesellschaft?
Leidet die Messe mittlerweile an einer Art Midlife Crisis, wenn nicht sogar an einer Existenzkrise?



